Kraniche – Naturwunder
Wenn der Herbst an der Ostsee Einzug hält oder der Frühling die Landschaft neu belebt, wird die Region Fischland-Darß-Zingst zur Bühne eines der eindrucksvollsten Naturereignisse Europas: dem Kranichzug.
Tausende Kraniche rasten, tanzen und ziehen über den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Im Herbst sammeln sie sich in großer Zahl, bevor sie ihre Reise in die Winterquartiere antreten. Im Frühjahr kehren sie zurück – begleitet von eindrucksvollen Balztänzen und dem unverwechselbaren Ruf dieser besonderen Vogelart.
Viele Kraniche verweilen mehrere Wochen in der Region. Tagsüber suchen sie auf abgeernteten Feldern nach Nahrung, bevor sie am Abend zu ihren Rastplätzen am Bodden zurückkehren. Aus respektvoller Distanz lassen sie sich dabei besonders gut beobachten – ein Naturerlebnis, das Ruhe und Aufmerksamkeit erfordert.
Wer mehr über eine Kranich-Patenschaft und -beobachtungen wissen möchte, der schaut hier vorbei.
Orte der Kranichbeobachtung
Ein besonders guter Ausgangspunkt für Beobachtungen ist das KRANORAMA am Günzer See. Die barrierefreie Station bietet weite Blicke über die Günzer Seewiesen und das Europäische Vogelschutzgebiet. Mit etwas Glück lassen sich neben Kranichen auch Seeadler und andere seltene Arten beobachten.
Nur wenige Schritte entfernt befindet sich das NABU-Erlebniszentrum Kranichwelten, das 2025 eröffnet wurde und als eines der modernsten Kranichzentren Europas gilt. Eine interaktive Ausstellung vermittelt auf rund 500 m² eindrucksvoll das Leben, die Zugwege und den Schutz der Kraniche.
Ein besonderes Erlebnis ist die sogenannte „Sound-Dusche“, in der die Rufe aller Kranicharten weltweit hörbar werden – ein intensiver akustischer Einblick in die Vielfalt dieser Vogelgruppe.
Ergänzt wird das Zentrum durch einen großzügigen Außenbereich mit Moor- und Insektenlandschaften sowie einem Bistro. Von hier aus starten regelmäßig Exkursionen, insbesondere im Rahmen der jährlichen „Woche des Kranichs“.



Der Kranich gilt in vielen Kulturen als Symbol für Glück, Wachsamkeit und Treue. Auch an der Ostsee ist er weit mehr als nur ein Vogel – er ist Teil der Landschaft und ihres Jahresrhythmus.
Nicht selten lassen sich seine Rufe in den frühen Morgen- oder Abendstunden hören – ein eindrucksvoller Moment, der den Aufenthalt am Bodden prägt.




Der Kranichzug:
Besonders gut kann man Kraniche auf einer Fahrrad-Tour beobachten.
Und so geht’s: z.B. Fahrrad bei Fahrrad-Verleih Pantel mieten. Die Fahrräder werden für ein kleines Geld sogar gebracht.
Empfohlene Fahrrad-Touren für Kranich-Freunde:
- Fuhlendorf – KRANORAMA = 30km (ca. 1 Std. 30 min)
- Fuhlendorf – Pramort = 30km (ca. 1 Std. 35 min)
- Fuhlendorf – NABU Erlebniszentrum = 30km (1 Std. 30 min)
Marilyns Empfehlung
Ein Besuch der Kranichbeobachtungsstationen lohnt sich besonders in den frühen Morgen- oder frühen Abendstunden. Dann zeigt sich das Naturspektakel in seiner eindrucksvollsten Form.
Zum Beispiel im Ferienhaus „Haus Marilyn“ in Fuhlendorf wird man nicht selten gemütlich von den Trompetenrufen der Kraniche geweckt oder überrascht.










